Karate als Lebensweg - Shotokan Karate Feldkirch

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Karate als Lebensweg
(Quelle: Webseite-Landesfachverband)

Karate ist wie andere Sportarten in der Lage die körperliche Fitness und Leistungsfähigkeit der Trainierenden zu steigern, bietet aber darüber hinaus die Chance und Möglichkeit das eigene Leben mit mehr Bewusstsein zu erfahren und dadurch zu mehr Lebensqualität zu gelangen.

Die Seminarreihe „Ikikata – ein Lebensweg“ startete am Wochenende 01. und 02. Oktober im Landesportzentrum in Dornbirn. Eindrücklich vermittelte Trainer und Moderator Konstantin Jordanidis diesen
„Karate-Aspekt“ über 40 Teilnehmern, die sich durchwegs aus Karate-Insidern zusammensetzten. Sowohl im Vortrag als auch in praktischen Übungen stellte er den ersten Teil des „Lebenskräftemodells“ – die materielle Ebene und die Integrität – vor. Dass er dabei stets eine Verbindung zwischen den traditionellen fernöstlichen Lebensweisheiten und unserer westlichen Denkweise herstellte machte es den Seminarteilnehmern leichter die doch nicht alltägliche Materie zu verstehen.
Deutlich wurde auch, dass sich zwar die politischen, kulturellen und moralischen Wertvorstellungen einer Gesellschaft ändern, die grundlegenden Werte des Individuums, der einzelnen Person aber über die gesamte Menschheitsgeschichte gleich bleiben. Das sind die Werte, die uns in Einklang mit uns selbst, mit der Natur und allen anderen Menschen bringen damit ein „über“leben überhaupt erst möglich wird.
Ikikata (iku – das Leben und kata – der Weg) ist deshalb weder an Trends, an gesellschaftliche Schichten oder ein bestimmtes Lebensalter gebunden – es passt jederzeit für jeden Menschen.
Das vorgestellte Lebenskräftemodell basiert auf insgesamt fünf Ebenen, die gemeinsam zur Entwicklung der eigenen Identität beitragen. Menschliche Qualitäten wie Ausrichtung, Beweglichkeit, Einsicht, Urvertrauen, Zuversicht und Gelassenheit werden erfahren, welche wiederum zu eigenen Empfindungen, Dynamik, Weitsicht, Weisheit und Offenheit führen. In dieser inneren Haltung kann Entwicklung in allen Lebensbereichen stattfinden.
Wir wollen alle gesund sein und auch bleiben um das Leben genießen und unsere Ziele erreichen zu können. Handeln wir jedoch gegen unseren inneren „Bauplan“ entsteht „Disharmonie“ in unserem Körper oder unserer Seele. Achten wir auf die Signale die wir unmittelbar erhalten und reagieren darauf haben wir auch die Möglichkeit uns wieder nach unserem „inneren Selbst“ ausrichten zu können.
Krankheiten werden somit auch zu einer Chance wieder zu uns zurück zu finden. Ist der natürliche Lebensfluss wieder hergestellt, kann sich die Krankheit zurückziehen und auch fern bleiben.
Sich vom Leben tragen zu lassen und das Bewusstsein, ein Teil des Ganzen zu sein, ist nicht nur eine Weisheit Asiens sondern auch in unserem Lebensraum – in der ontologischen Sichtweise – verankert. Karate als Gesundheitssport bietet die Möglichkeit, diese Sichtweise auch auf der körperlichen Ebene zu erfahren. Die Kata mit ihren exakt definierten Bewegungsabläufen und Atemtechniken ist dabei eine optimale Form dies erleben zu können.
Das Ikikata – Seminar öffnet Türen zu neuen Denkweisen und einem neuen Verständnis für Karate.
In der Fortsetzung am 19./20. November 2011 mit Modul 2 geht Konstantin Jordanidis in der nächsten Ebene des Lebenskräftemodells (vegetative Ebene und Flexibilität) auf Empfindungen, den Stoffwechsel und die Atmung ein.
Im praktischen Teil werden wiederum mit ausgesuchten Katas die Sinne und somit die Eigenwahrnehmung geschult und verstärkt.
„Wer einmal Einblick in sein eigenes Wesen gewonnen hat, erfreut sich vollkommener Freiheit des Geistes. Er folgt seinen Regungen und tut doch nichts Unrechtes, er handelt stets in Übereinstimmung mit sich selbst, sein Tun ist Spiel“

KARATE VORARLBERG
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